Strom aus der Region für die Region

27.01.2020 | News

Grid and Wind

Regionalnachweise bieten die Möglichkeit der Stromversorgung ein regionales Gesicht zu verpassen. Seit Einführung des Regionalnachweisregisters zum 01.01.2019 bemerken wir eine steigende Nachfrage nach Regionalität und haben daher den Handel mit Regionalnachweisen aufgesetzt, um Anbieter und Nachfrager zusammenzubringen.

Es ist mittlerweile ein Jahr vergangen seit der Einführung des Regionalnachweisregisters durch das Umweltbundesamt. Nach einer etwas schleppend anlaufenden Findungsphase merken wir in den letzten Monaten, dass vermehrt regionale Energieversorger den Schritt wagen einen regionalen Stromtarif aufzusetzen. Ermöglicht wird dies durch sogenannte „Regionalnachweise“, durch die die regionale Eigenschaft einer Stromlieferung bewahrt bleit und nachgewiesen werden kann.

Der Grundgedanke dahinter ist relativ einfach: Der Betreiber einer nach EEG geförderten Anlage kann für einen Teil seiner Produktionsmenge Regionalnachweise ausstellen lassen. Für diesen Teil seiner Produktionsmenge verliert er zwar 1 EUR/MWh von seiner Marktprämie, allerdings wird dieser Verlust durch den Erlös aus dem Verkauf der Regionalnachweise (regionaler Mehrwert) überkompensiert. Die ausgestellten Regional-nachweise werden gemeinsam mit der physischen Stromlieferung über Statkraft an regionale Energieversorger weitergeleitet, die wiederum einen regionalen Stromtarif für Ihre Endkunden mit einem klaren Bezug zur produzierenden Anlage aufsetzen. Damit sich ein Stromtarif „regional“ nennen darf, darf die Entfernung zwischen dem Postleitzahlengebiet der produzierenden Anlage und dem Postleitzahlengebiet der Verbraucher nicht größer als 50km betragen und es muss eine physische Stromlieferung vorliegen.

Neben der steigenden Nachfrage nach Regionalität gab es auch einen zweiten Grund für die Einführung von Regionalnachweisen: Die Möglichkeit seinen Strom aus dem Windpark „um die Ecke“ beziehen zu können, fördert die Akzeptanz für diesen bei der Bevölkerung.

Wie hoch der regionale Mehrwert am Ende ausfällt hängt stark von der einzelnen Region ab. In Gebieten mit wenig Erneuerbarer Erzeugung und einer großen Nachfrage lässt sich ein deutlich höherer Mehrerlös generieren als in Regionen mit viel Erzeugung und einer geringen Bevölkerungsdichte. Generell gilt jedoch: Das System funktioniert nur, wenn der Betreiber einer Anlage durch den Erlös aus dem Verkauf der erzeugten Regionalnachweise mehr einnimmt als er durch die Reduzierung der Marktprämie verliert.

Um den Handel mit Regionalnachweisen anzukurbeln, ist Statkraft in ständigem Kontakt mit Stadtwerken und Vermittlern, die die Nachfrage von kleineren regionalen Versorgern bündeln. Wann immer uns eine Anfrage erreicht, suchen wir in unserem Direkt-vermarktungsportfolio nach einer passenden Anlage und unterbreiten dem Betreiber ein Angebot. Wir kooperieren übrigens auch mit Unternehmen, die für die Anlagenbetreiber die Anmeldung der Anlagen sowie die Kontoführung übernehmen.