Statkrafts Stellungnahme zum BMWi-Impulspapier "Strom 2030"

01.12.2016 | News

Windkraft und Strommasten

Statkraft begrüßt die Initiative des BMWi. Aus Sicht der Statkraft Direktvermarktung sind vier Kernpunkte für besonders relevant.

Um den Weg vom Strommarkt 2.0 zum Energiemarkt 2.0 gemeinsam gestalten zu können, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) am 16. September 2016 das Impulspapier "Strom 2030" veröffentlicht.

Das Impulspapier skizziert auf der Grundlage aktueller Studien zwölf langfristige Trends für eine sichere, kostengünstige und klimafreundliche Stromversorgung bis 2050. Aus jedem dieser Trends leiten sich Aufgaben für die kommenden Jahre ab. Das Impulspapier soll für die Festlegung von Zwischenzielen bis 2030 als Diskussionsgrundlage dienen. Viele Themen, wie die Flexibilisierung des Stromsystems, sind insbesondere für die Direktvermarktung interessant.

Akteuren der Energiewirtschaft wurde bis Ende Oktober 2016 Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Statkraft hat diese Gelegenheit mit der Ausarbeitung eines umfangreichen Dokuments wahrgenommen, dessen Inhalt wir hier mit den wichtigsten Kernpunkten zusammenfassen wollen.

Statkraft begrüßt die Initiative des BMWi, eine Diskussion über die Rahmenbedingungen für die zukünftige Versorgung mit Strom fortzusetzen und dabei langfristige Trends einzubeziehen. Notwendig sind dabei insbesondere folgende Rahmenbedingungen:

  • Das EU-Emissionshandelssystem (ETS) ist ein technologieneutrales und kosteneffizientes Instrument zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Es sollte ambitioniert weiterentwickelt werden. Ein EU-weiter Preiskorridor für CO2, oder alternativ ein nationaler CO2-Mindestpreis, sollten kein Tabu sein. Zudem kann die Förderung der erneuerbaren Energien stärker mit dem Emissionshandel verzahnt werden.
  • Die einseitige Förderung von bestimmten Flexibilitätsoptionen sollte vermieden werden. Stattdessen muss die Flexibilisierung des Stromsystems technologieoffen und im Wettbewerb der verschiedenen Flexibilisierungsoptionen erfolgen.
  • Die Aufgabentrennung in der Energiewirtschaft muss auch künftig beibehalten werden. Netzbetreiber sind für den sicheren Netzbetrieb verantwortlich. Der Betrieb von Speichern sollte auch künftig nicht durch Netzbetreiber wahrgenommen werden. Benötigte Dienstleistungen sollten ausschließlich am Markt beschafft werden können.
  • Ein freier grenzüberschreitender Markt muss Grundlage für ein europäisches Stromsystem, einem europäischen Strombinnenmarkt, sein. Strom sollte ohne Einschränkungen dahin gelangen können, wo er am meisten nachgefragt wird.

Die vollständige Stellungnahme von Statkraft finden Sie hier:

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Statkraft zum Impulspapier Strom 2030 .PDF